Psychosoziale Prozessbegleitung

Das Angebot

Wenn Sie sich als Erwachsene/r, Jugendliche/r oder Kind nach dem Erleben schwerer Sexual- oder Gewaltstraftaten zu einer Anzeige entscheiden, stellt das Strafverfahren oft eine zusätzliche hohe Belastung dar. Psychosoziale Prozessbegleitung (PSPB) gibt verständliche Informationen zum Ablauf des Strafverfahrens und der Funktion der anderen Beteiligten bei Gericht. Betroffene aller Altersgruppen können zu jedem Zeitpunkt des Verfahrens Psychosoziale Prozessbegleitung beantragen und kompetent begleitet werden. PSPB bildet eine Schnittstelle zu den Akteuren des Strafverfahrens und der Opferhilfe. Die Vermittlung zu weiteren fachlichen Hilfen oder die Planung und Begleitung des Tages der Hauptverhandlung sind unter anderem Inhalte der PSPB.

Die Personengruppen

Eine kostenfreie Beiordnung der Psychosozialen Prozessbegleitung erhalten Kinder und Jugendliche als Verletzte schwerer Sexual- und Gewaltstraftaten.

Auch besonders belastete erwachsene Opfer schwerer Sexual- und Gewaltstraftaten können PSPB beantragen, wenn sie ihre Interessen nicht ausreichend selbst wahrnehmen können, unter schweren Tatfolgen leiden oder wenn eine Behinderung oder psychische Beeinträchtigung vorliegt. 

Ziele Psychosozialer Prozessbegleitung

Das Ziel der PSPB ist die Stärkung der Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen, die Opfer von sexueller oder häuslicher Gewalt, von Misshandlung oder Menschenhandel waren. Psychosoziale Prozessbegleitung kann

  • stabilisieren, um das Strafverfahren besser zu bewältigen
  • die individuelle Belastung des/der Verletzten im Rahmen des Strafverfahrens reduzieren
  • die Aussagefähigkeit und –bereitschaft vor Gericht verbessern
  • vermeiden, dass es durch den Strafprozess zu weiteren Belastungen kommt
  • ein ergänzendes Angebot zu anderen Hilfen und Diensten sein
  • Sicherheit und Orientierung im Rahmen des Strafverfahrens vermitteln
  • Ihr Anliegen diskret behandeln
  • Informationen geben, um das Verständnis der jeweiligen Schritte des Strafverfahrens zu erleichtern

    Antrag auf Psychosoziale Prozessbegleitung

    Wir unterstützen Sie gerne dabei herauszufinden, ob die Möglichkeit einer kostenfreien Beiordnung von PSPB gegeben ist.
    Wenn die Voraussetzungen für eine Beiordnung Psychosozialer Prozessbegleitung erfüllt sind, können Sie einen Antrag beim zuständigen Gericht stellen. Ein elektronisches Verzeichnis der in Nordrhein-Westfalen anerkannten psychosozialen Prozessbegleiterinnen und -begleiter und weitere Informationen finden Sie unter www.justiz.nrw.de/BS/opferschutz.

      Rechtliche Grundsätze Psychosozialer Prozessbegleitung

      • Neutralität dem Verfahren und den Prozessbeteiligten gegenüber
      • Die Begleitung hat keine rechtliche, rechtsvertretende oder therapeutische Funktion
      • Gespräche berühren inhaltlich nicht das Tatgeschehen, da die/der Psychosoziale ProzessbegleiterIn kein Zeugnisverweigerungsrecht hat
      • Gesetzliche Verankerung der Psychosozialen Prozessbegleitung in §406 g Strafprozessordnung

      Die Reselve gGmbH, der Anbieter

      Die Reselve ist eine gemeinnützige Gesellschaft, die seit mehr als 30 Jahren hochwertige Beratungs- und Gesundheitsdienstleistungen erbringt. Mit unseren aktuell ca. 100 Mitarbeiter/innen arbeiten wir ausschließlich in den Kreisen Siegen-Wittgenstein und Olpe, wo wir jeweils auch Standorte vorhalten. Wir richten unsere Arbeit nach den individuellen Zielen und Wünschen unserer Klienten aus.

      Inga Paulus
      Leiterin Psychosoziale Prozessbegleitung

      Inga Paulus

      0271 77018480
      0173 88949-70
      0271 7701848-20
      Infofolder

      Unser Folder "Psychosoziale Prozessbegleitung" steht Ihnen hier zum Download zur Verfügung

      Infofolder Psychosoziale Prozessbegleitung

      Anfahrt

      St.-Johann-Str. 2
      57074 Siegen

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